Mobile Tierheilpraxis Riga
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Chinchilla Krankheiten

  • Magen- und Darmerkrankungen

 

Sie werden oftmals durch verdorbenes oder verschimmeltes Heu und Futter hervorgerufen, aber auch durch feuchtes Grünfutter oder Chinchilla-ungeeignetes Futter. Ist das Tier ansonsten ok und man kann Bakterien ausschließen, wird es meist auf eine leichte Heudiät gesetzt und hat gute Genesungschancen.

Verstopfung 


Gelegentlich kommt es beim Chinchilla vor, dass es Mühe beim Kotabsatz hat oder über mehrere Tage keinen Stuhlgang aufgrund Verstopfung aufweist. Erste Symptome sind kleiner werdende Kotkugeln, Fressunlust, Trägheit und Apathie. Die Verstopfung wird durch angestaute harte Kotballen im Darm ausgelöst. Die Ursachen liegen oftmals an Bewegungsmangel und Fütterungsfehlern, wie zum Beispiel der Fütterung mit falschen Pellets und zu vielen Leckerbissen. Setzen Sie sofort alle Leckerbissen ab. In leichten Fällen kann eine Messerspitze Karlsbader Salz auf ¼-Liter Wasser über die Nippeltränke verabreicht werden. 

Um Verstopfungen vorzubeugen, sollten Sie ihrem Tier einen ausreichenden Auslauf lassen. Das Tier muss seinen Bewegungsdrang ausleben. Überfütterung und zu viele Leckerbissen sind zu vermeiden. 

Durchfall 


Die Ursachen für Durchfall bei Chinchillas sind sehr vielfältig. Aufgrund seines langen Verdauungsapparates und der langen Passagezeit des Futters durch den Darmtrakt reagiert das Chinchilla anfällig auf abrupte Fütterungswechsel und falsche Fütterung oder Fütterung mit zu geringem Rohfaseranteil (Heu). Andere ätiologische Faktoren können Bakterieninfektionen, Virusinfektionen, Würmer und andere Darmparasiten sein. Schimmliges Heu oder andere Futtermittel sind oft Auslöser von Darmproblemen. Auch eine Verabreichung von Antibiotika (oral) oder eine Verweigerung von Nahrung über mehrere Tage kann zu einer Störung der normalen Darmflora führen und Durchfall auslösen. 

Durchfall erkennt man an der weichen, klebrigen manchmal schmierigen Konsistenz der Kotbällchen. Bei Auftreten von Durchfall sollten Sie sofort alle Leckerbissen absetzen. Die Futterpellets sollten für ein bis zwei Tage weggelassen werden. Geben Sie dem Chinchilla morgens und abends eine ¼ altbackene Weizensemmel.

Wird Der Kot wieder fest, kann die Ernährung allmählich auf Futterpellets umgestellt werden. Wenn das Tier deutliche Krankheitszeichen (Nahrungsverweigerung, Apathie) zeigt und der Durchfall von flüssig-schleimiger Konsistenz ist, rufen Sie mich schnellstmöglich an. Nehmen Sie außerdem eine Kot probe mit. Werden mehrere Chinchillas zusammen gehalten und nur ein Tier ist erkrankt, sollte es sofort von den gesunden Tieren getrennt werden. Der Käfig ist gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, um eine Ansteckung anderer Tiere zu minimieren. Da einige Durchfallerkrankungen auch auf den Menschen übertragbar sind, ist es wichtig, bei jedem Kontakt mit dem Tier sich die Hände zu waschen. 

Darmkrämpfe


Das Chinchilla drückt sein Hinterteil an den Boden und dreht sich alle paar Minuten um seine Längsachse. Es wirkt außerdem sehr unruhig. Wird die Erkrankung früh genug erkannt, kann dem Tier geholfen werden.

Darmvorfall


Einen Darmvorfall erkennen Sie daran, dass ein Stück Darm aus dem After hängt. Meist wird es zu spät gemerkt, so dass ein Chinchilla in den seltensten Fällen überleben wird.

Aufgasungen


Aufgasungen können entstehen, wenn plötzlich zu viel Frischfutter gegen wird und das Chinchilla dieses nicht gewöhnt ist. Durch die Gärprozesse entstehen Gase, die Magen und Darm stark aufblähen. Klopft man vorsichtig mit dem Finger auf den Bauch, hören Sie einen trommelartigen Klang. Das Chinchilla atmet schneller und flach. Zusätzlich ist das Tier auf Heudiät zu setzen. Todesfälle sind jedoch nicht selten. 

Enteritis


Enteritis kann z.B. ausgelöst werden durch verdorbenes Heu oder Futter, durch eine plötzliche Futterumstellung, durch einen zu geringen Anteil Raufaser im Futter oder durch eine Infektion. Das Chinchilla hat Durchfall und die Afterregion ist kotverschmiert. Vermehrt sind Darmgeräusche hörbar.

 

  • Infektionskrankheiten


Listeriose


Ursache meist durch Aufnahme von verdorbenem Heu, aber auch durch Kot oder Harn von infizierten Wildnagern versetztes Futter. Übertragung von Tier zu Tier möglich. Chinchilla verweigert die Nahrung. Es hat Durchfall oder Verstopfung, wird apathisch. Nervöse Störungen können beobachtet werden ebenso wie der plötzliche Tod. Bereits erkrankte Tiere werden meist daran sterben.

Pseudotuberkulose


Ursache meist durch Aufnahme von verdorbenem Heu, aber auch durch Kot oder Harn von infizierten Wildnagern versetztes Futter oder schlechte Haltungsbedingungen oder Vorerkrankungen. Übertragung von Tier zu Tier möglich. Chinchilla magert ab, hat leichten Durchfall und wird apathisch. Wird es früh genug festgestellt, kann das Tier überleben.

Pasteurellose


Unterschieden wird hier zwischen einer langsamen Form (Entzündungsherde in Lunge, Leber) und einer schnellen Form (Blutungen der meisten inneren Organe), die innerhalb von 24 Stunden zum Tod führt. Ursache meist durch Immunschwäche bzw. auch schlechte Haltungsbedingungen und Stress. 

E.coli


Hauptsächlicher  Infektionsort  der Darm. Symptome reichen von leichten Verdauungsstörungen bis hin zu wässrigem, stinkenden Durchfall. Ursache meist durch schlechte Haltungsbedingungen und Stress.

Yersinia-enterocolitica 


Chinchilla magert ab, verweigert in den letzten Tagen vor dem Tod die Nahrung und wird apathisch. Werden die Bakterien früh genug festgestellt, kann das Tier überleben.

Salmonellose


Es treten starke Durchfälle auf, verursacht durch Erreger in der Nahrung. In akuten Fällen endet diese Erkrankung innerhalb von 24 Stunden mit dem Tode. Zu ganz plötzlichen Todesfällen ohne jegliche Voranzeichen kann es bei Jungtieren kommen. In chronischen Fällen tritt immer wieder Durchfall auf, die Tiere fressen fast nichts mehr und kümmern vor sich hin.
 
Eine 100%ige Diagnose kann, wie in vielen anderen Fällen auch, erst die Sektion erbringen. Auf unbedingte Hygiene ist zu achten.

 

  • Mangelerkrankungen


Krämpfe


Vitamin B-Mangel


Die Symptome für Krämpfe sind Zittern, Verrenkungen, zeitweise Bewegungsunfähigkeit. Die Ursache liegt zumeist im Vitamin-B- und/oder Kalzium-Mangel. 

Falsche Fütterung ist ein häufiger Auslöser - es wird dieses bunte, undefinierbare, zu fettige und viel zu ungesunde Zeug gefüttert, in dem man die Pellets mit der Lupe suchen muss und einem suggeriert wird, es wäre ein optimales Futter für Chinchillas... Leben Sie gesund, wenn Sie sich ausschließlich von Süß kram und Pommes und Pizza o.ä. ernähren? Dazu kommt auch noch, dass Pellets meist 2 Jahre haltbar sind, aber bereits nach 6 Monate sämtliche Vitamine verloren haben. 

 

Bei trächtigen Weibchen können Krämpfe  auch als Stresssymptom auftreten. Oft ausgelöst durch langwierige, meist chronische Darmprobleme. Außerdem steigt der Vitamin B1-Bedarf während der Trächtigkeit und des Stillens. Erkennbar ist die Krankheit durch Appetitmangel und Gewichtsabnahme bzw. auch durch ein Zurückbleiben in der Entwicklung. 

Oft ist bei Krankheitsbeginn ein ungeformter oder weicher Kot feststellbar, bei chronischen Darmproblemen zeigt sich eine Verstopfung. Die Fußballen sind auffällig hell, das Fell wird glanzlos. Im fortgeschrittenen Stadium kommen Lähmungserscheinungen an den Hinterläufen sowie Gleichgewichtsstörungen und Krämpfe hinzu. Oftmals verstirbt das Chinchilla nach einem dieser Anfälle vor Erschöpfung. Eine Spritze mit hochdosiertem Vitamin B und Kalzium in der ersten halben Stunde nach Beginn des Krampfes kann Leben retten, denn jeder Krampfanfall belastet den Organismus und könnte zu einem Kreislaufkollaps führen. 



Gelbohrenkrankheit


Vitamin-E-Mangel


Diese Krankheit wird hervorgerufen durch abgelaufenes, aber auch falsches Futter (Viele Leute füttern leider ihre Chinchillas mit Hasen-, Meerschweinfutter!!!). Die Ohren färben sich gelb, aber auch der Bauch kann eine gelbliche Farbe bekommen. Schwangere Weibchen verwerfen dann oft.

 

Ziegenrücken 


Der so genannte Ziegenrücken ist ein Symptom für Erkrankungen der inneren Organe (Leberschäden, Darminfektionen etc.). Ziegenrücken äußert sich in auffallender Abmagerung, eingefallenem Nacken und steilem Rücken beim sitzenden Tier. 

Nachhandlähme


Nachhandlähme kann hervorgerufen werden durch Vitamin-B-Mangel, aber auch durch eine Verletzung der Wirbelsäule, z.B. beim Springen aus zu hoher Höhe oder unsachgemäßem Fangen. Es zeigen sich außerdem Krämpfe und Ihr Chinchilla hat struppiges Fell.

 

 

Bindehautentzündung


Diese kann durch Zugluft entstehen, aber auch ein kleines Sandkörnchen im Auge kann ausreichend sein. Wässrige bis eitrige Flüssigkeit am Auge ist feststellbar und die Lidbindehaut ist entzündlich rot. Auch kann es vorkommen, dass das Auge so verklebt ist, dass es sich nicht mehr von selbst öffnet. Schnellste Behandlung durch den Tierarzt ist auch hier erforderlich, da diese Entzündung schnell auf die Hornhaut übergeht. Das erkennen Sie dann daran, dass sich die Hornhaut trübt.

 

Zahnanomalien


Chinchillas mit Zahnfehlstellungen, übermäßiges oder schiefes Wachsen der Zähne oder Zahnbruch sind sehr oft erblich vorbelastet. Sie können es z.B. erkennen am Sabbern, am unzerkauten Futter in den Mundwinkeln, an tränenden Augen und die Tiere magern ab. Die dauerhaften Heilungschancen sind sehr gering. Besser hingegen sieht es aus, wenn sich ein Chinchilla einen Zahn abbricht oder es eine Zeitlang nur mal nicht richtig nagen konnte aufgrund von Krankheit beispielsweise. Aber wie gesagt, liegt ein Erbschaden vor, werden die Zähne immer wieder und immer schneller schief nachwachsen und dies wird für das Chinchilla zur elendigen Quälerei. 

 

 

  • Fellprobleme und Fellerkrankungen


Kahle stellen


Kahlstellen im Fell entstehen durch das häufig beobachtete Fellbeißen. Ursache für Fellbeißen ist meist Stress, verursacht durch zu wenig Lebensraum, Lärm und Unruhe. Bei Fellbruch wird im Bereich des Lendenwirbels das Fell schütter. Die Haarspitzen sind gebrochen, die Unterwolle verfilzt. Als Ursache gilt ein Mangel an Vitamin B, erbliche Veranlagung ist nicht auszuschließen. Die Verwendung von falschem Badesand kann ebenfalls zu Fellbruch führen. 

Fellbruch


U.a. durch Vitamin-B-Mangel entsteht Fellbruch. Allerdings kommen auch erbliche Vorbelastungen, z.B. durch Inzucht hervorgerufen, hinzu. Die Fellspitzen brechen ab und das Fell darunter verfilzt. Mit Vitamin-B kann dem Tier geholfen werden, aber trotzdem kann es passieren, dass das Fell bei Fellreife wieder bricht. Zur Zucht sollten Sie diese Tiere nicht verwenden, da dies weitervererbt werden kann.

 

Totaler Haarausfall
Das Chinchilla verliert innerhalb von Tagen sein gesamtes Fell. Es muss dringendst gewärmt werden, ob das Tier überlebt, hängt vom Allgemeinzustand ab.

 

 

Fellbeißen

 
Fellbeißen entsteht nicht nur durch schlechte Haltung und Pflege, es kann auch erblich bedingt sein. Fakt ist, dass diese Chinchillas ihr eigenes oder das Fell ihrer Käfiginsassen benagen. Diese Tiere sollten Sie nicht zur Zucht verwenden. Auf jeden Fall sollten Sie die Haltungsbedingungen verbessern und den Tieren den Stress verringern, ansonsten können Sie leider nicht allzu viel tun. Ab und zu kann es auch zu Fellfressen bei tragenden oder säugenden Weibchen kommen, was aber nicht bedenklich ist. 

Pilzbefall 


In der Umgebung der Nase, an den Lippen und an den Augen ist ein Haarausfall zu beobachten. An den kahlen Stellen bilden sich Schuppen oder leichte Borken. Später können weitere Stellen hinzukommen. Das Chinchilla leidet unter Juckreiz. Pilze können mit einem Zusatz im Sandbad und/oder der Einnahme von Tabletten geheilt werden.

Läuse


Lausbefall kann auch beim Chinchilla vorkommen. Diese ca. 0,5 mm großen Nissen lassen sich gut im Fell erkennen. Läuse lassen sich beim Chinchilla allerdings nicht ausbürsten. Beide Erkrankungen zeigen sich durch starken Juckreiz.
Werden andere Tiere im selben Haushalt gehalten, wie z.B. Hund und Katze, sollten diese gleich mit behandelt werden.

Milben


Auch durch starken Juckreiz machen die Milben auf sich aufmerksam. Hinzu kommt, dass sich die Haut verdickt und schuppig wird, wenn sich das Chinchilla kratzt. Die Tiere magern außerdem ab.
Das Chinchilla muss geschoren werden, um effektiv behandelt werden zu können. Außerdem muss der Käfig desinfiziert werden.

 

Ballenabszesse 


Ballenabszesse entstehen bei unsauberer Haltung, Bewegungsmangel oder aber auch durch kleine Verletzungen, in die schnell Bakterien eindringen können, aber auch scharfes Holzeinstreu, zu viele glatten Flächen (Sitzbretter) und ein zu kratziger Teppich beim Auslauf können Auslöser sein. Die Abszesse bilden Schorf und können darunter eitern. 

Nehmen Sie sofort und bis zur Heilung die Spreu und den Sand aus dem Käfig raus. Es darf nichts in die offene Wunde gelangen. Legen Sie den Käfig mit ungedruckten Küchentüchern oder sauberen Geschirrtücher aus. Hier müssen Sie probieren, was das Tier nicht anfrisst. Nie mit  Zeitungen! Die Druckerschwärze ist Gift! 

Für die Zukunft und zur Vorbeugung: Chinchilllas lieben unebene Flächen unter ihren Füßchen und die brauchen sie auch dringend. Die meisten Halter verwenden jedoch fast ausschließlich Sitzbretter. Bauen Sie Korkröhren und viele Kletterste von ungespritzten Apfel- oder Birnenbäumen, Weide oder Haselnuss ein. 

 

Harnträufeln


Das Fell rund um die Geschlechtsorgane ist nass. Das Chinchilla muss häufiger, jedoch aber in kleineren Mengen als normal, Harn lassen. Bei frühzeitigem Erkennen und Behandeln ist eine Heilung möglich, oft wird dies jedoch chronisch.

Blasenentzündung


Auslöser: Bakterien, z.B. E. coli, Staphylokokken, Streptokokken, Steinbildung in der Blase möglich. Vom Chinchilla hört man anfangs leichte Schmerzäußerungen beim Wasser lassen, Harnabsatz nimmt zu, im weiteren Verlauf rötlich-braun-Färbung des Urines sichtbar. Bei Keimstreuung, starken Blutungen, chronischem Verlauf sinken die Chancen auf Heilung bzw. Besserung.

Penisring


Lose Haare bleiben an der Penisschleimhaut kleben und bilden so nach und nach einen Haarring. Das Chinchilla hat wahnsinnige Schmerzen, leckt sich ständig am Penis. Oftmals, wenn der Ring zu dick ist, können Sie ihn sogar sehen. Das Tier muss schnellstmöglich von dem Ring befreit werden, da sonst eine Blutvergiftung durch den bald dann abgestorbenen Penis droht.

Penisvorfall


Ein Penisvorfall entsteht bei sexueller Überbeanspruchung, er kann aber auch durch Stress ausgelöst werden. Der Penis kann nicht mehr eingefahren werden. Anschließend sollten Sie dem Tier eine sexuelle Schonfrist von einigen Monaten geben

 


 

Da ich seit über 10 Jahren Chinchillas züchte,kenne ich mich sehr gut mit diesen Exoten aus. Ich helfe Ihnen gerne weiter,wenn Sie mit Ihren Chinchilla Probleme haben.

Kontakt

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Tierheilpraktikerin Ch. Riga

82223 Eichenau bei München

 

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