Mobile Tierheilpraxis Riga
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Futterumstellung

Schonend zur artgerechten Ernährung

 

 

Grundsätzlich können Sie die Ernährung Ihrer Feinschmecker von Industrienahrung auf die Rohfleischfütterung übergangslos umstellen. Bei etwas empfindlicheren Hunden kann ein sanfter Übergang sinnvoll sein.

 

 

 

So leicht ist Futterumstellung

 

 

Aus meiner Erfahrungen empfehle ich Ihnen folgendes Vorgehen: Mischen Sie Ihrem Tier für einige Tage das bisherige Futter mit in das BARF-Menü. Dabei sollten Sie natürlich nicht die Gesamtration erhöhen. Lassen Sie erst dann nach und nach das herkömmliche Futter weg. Manchmal ist es auch empfehlenswert, in den ersten Tagen mehrere kleinere Mahlzeiten zu geben. Bei wenigen Hunden und Katzen kann der Kot in den Tagen der Umstellung eine dünnflüssige Konsistenz zeigen. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung: Es ist ein Hinweis, dass sich die Darmflora auf die natürlichen, lebensnotwendigen Bakterien umstellt.

 

 

Wichtig bei Welpen

 

 

Unmittelbar nach dem Absetzen von der Muttermilch kann und sollte der Welpe bereits hauptsächlich mit einen ausgewogenen  BARF-Menü ernährt werden – natürlich auf drei bis vier kleine Mahlzeiten aufgeteilt. In den ersten Wochen sollten Sie zartes, leicht verdauliches Fleisch bevorzugen. Schlundfleisch ohne Knorpel oder auch Gulasch eignen sich besonders gut dafür. Wenn Sie Ihren Welpen im Alter von 8 bis 10 Wochen beim Züchter abholen, fragen Sie unbedingt nach dem Futter der letzten 2 – 4 Wochen. Wenn der Züchter Fertigfutter verwendet hat, stellen Sie sofort, aber behutsam um. Ersetzen Sie zu Beginn der Umstellung täglich nur eine der 3-4 Mahlzeiten Ihres Welpen durch das BARF-Menü. Nach einigen Tagen können Sie bereits eine weitere Mahlzeit durch die frische Kost ersetzen. So erhöhen Sie ganz langsam den Fleischanteil, bis Ihr kleiner Liebling komplett auf die Fütterung mit frischem Fleisch umgestellt ist. Beachten sollten Sie hierbei stets, die frische Kost nicht mit dem Industriefutter zu mischen, da beide Futterarten unterschiedliche Verweilzeiten im Verdauungstrakt haben und den Stoffwechsel des Kleinen so unnötig belasten. Es ist also nicht erforderlich, größere Mengen des bisherigen Fertigfutters vom Züchter mitzunehmen. Auf diesem Weg versucht die Industrie Sie mit diesem Fertigfutter nur an eine bestimmte Marke zu gewöhnen.

 

 

Sachte bei Oldies

 

 

Bei älteren Hunden sollten Sie die Umstellung etwas langsamer angehen. Mischen Sie das bisherige Futter ein bis zwei Wochen lang mit in das BARF-Menü. Geben Sie erst einen größeren Anteil des bisherigen Futters. Im Laufe der Tage reduzieren Sie diesen Anteil nach und nach und erhöhen dafür die Fleischportion. Je nach Alter und Empfindlichkeit kann es auch empfehlenswert sein, in den ersten Tagen mehrere kleinere Mahlzeiten zu füttern.

 

 

Kleine Zwischenfälle

 

 

Am Anfang einer Umstellung auf die Ernährung mit rohem Fleisch kann es im Einzelfall zu leichten Durchfällen kommen. Der Grund hierfür liegt in der Umstellung von steriler – also keimfreier Nahrung –zu natürlicher Ernährung mit den entsprechenden wertvollen Bakterien. Diese Bakterien sind enorm wichtig für das Verdauungssystem und somit auch für das Immunsystem. Seien Sie dennoch besonders achtsam: Bei Durchfall müssen Sie klar zwischen wässrigem und weichem Stuhlgang unterscheiden. Ist der Stuhlgang nur weich, normalisiert sich dies nach wenigen Tagen. Ist der Durchfall stark wässrig oder länger anhaltend, suchen Sie bitte Hilfe auf. Es könnte sich um eine Erkrankung handeln. Meist hilft es auch, die Futterumstellung über einen noch längeren Zeitraum zu verteilen. 

 

 

Sollten Sie in dieser Zeit verunsichert sein oder individuelle Fragen haben, rufen Sie mich gerne an. 

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